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Welche Fehler sind bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung typisch und wie lassen sie sich vermeiden?

Welche Fehler sind bei der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung typisch und wie lassen sie sich vermeiden?

Typische Fehler entstehen vor allem durch Brüche im Prozess und unklare Zuständigkeiten. Die folgenden Punkte zeigen, an welchen Stellen besondere Sorgfalt nötig ist.

Pflichtübung ohne Konsequenz:

Die Beurteilung wird durchgeführt, dokumentiert und abgeheftet. Maßnahmen werden formal abgeleitet, aber nicht umgesetzt. Das Thema ist vom Tisch, bis die nächste Prüfung kommt.

Methode passt nicht zur Organisation:

Ein standardisierter Fragebogen in einer Organisation, in der die Mitarbeitenden kaum am Schreibtisch sitzen. Oder ein Workshop-Format in einem Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitenden. Die Methode muss zur Realität passen, nicht umgekehrt.

Keine Einbindung der Mitbestimmung:

Betriebsrat oder Personalrat werden zu spät informiert. Das erzeugt Misstrauen und kann den gesamten Prozess blockieren.

Psychische Belastung wird stigmatisiert:

Führungskräfte und Mitarbeitende assoziieren das Thema mit psychischer Erkrankung statt mit Arbeitsbedingungen. Ohne saubere Aufklärung sinkt die Beteiligung und die Ergebnisqualität leidet.

Ergebnisse zu abstrakt für Führungskräfte:

Die Auswertung liefert statistische Kennzahlen, aber keine handlungsrelevanten Aussagen. Führungskräfte wissen nicht, was die Ergebnisse für ihren Bereich konkret bedeuten.

Wirksamkeitskontrolle fehlt:

Maßnahmen werden umgesetzt, aber nicht überprüft. Damit fehlt nicht nur der Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden, sondern auch die Möglichkeit, gezielt nachzusteuern.

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