Führungs­kräfte-Feedback

Immer das passende Format

Immer das passende Format

Führungskräfte prägen den Alltag einer Organisation stärker als jede Strategie auf dem Papier.

Trotzdem bekommen viele von ihnen kaum strukturiertes Feedback darüber, wie ihr Verhalten wirkt. Unserer Erfahrung nach erhalten in den meisten Organisationen weniger als ein Drittel der Führungskräfte regelmäßig systematische Rückmeldungen jenseits des Jahresgesprächs.

Führungskräfte-Feedback schließt diese Lücke: Es macht sichtbar, wie Führung wahrgenommen wird, wo Stärken liegen und wo Entwicklung ansetzen kann.

Welches Führungskräfte-Feedback passt zu Ihrer Organisation?

Führungskräfte-Feedback lässt sich sehr unterschiedlich gestalten. Entscheidend ist, welche Perspektiven einbezogen werden, welche Führungsthemen im Mittelpunkt stehen und wie das Feedback in die bestehenden Prozesse eingebunden werden soll. PRIOTAS passt diese Bausteine an Ihre Organisation und Ihr Ziel an.

01

Die passenden Perspektiven

Je nach Ziel können unterschiedliche Feedbackgeber einbezogen werden:

02

Die passenden Inhalte

Auf Basis bestehender Führungsleitbilder oder Kompetenzmodelle entwickeln wir Ihren Fragebogen. So bezieht sich das Feedback auf die Führungsanforderungen, die in Ihrer Organisation relevant sind.

03

Der passende Prozess

Das Feedback kann zentral (z. B. jährlich oder in Wellen) oder dezentral (z. B. kontinuierlich durch die Führungskräfte selbst) initiiert werden. Dadurch lässt es sich mit Führungskräftegesprächen, Entwicklungsprogrammen oder individuellen Entwicklungszyklen ideal verbinden.

04

Die passende Begleitung

Von der eigenständigen Arbeit mit dem Ergebnisbericht, (über KI-gestützte) Interpretationshilfen bis zum moderierten Ergebnisgespräch, Coaching oder Teamdialog lässt sich auch der Folgeprozess flexibel gestalten.

Worauf wir bei der Gestaltung des Fragebogens achten

Die Aussagekraft eines Führungskräfte-Feedbacks hängt wesentlich vom Fragebogen ab. Bei der Entwicklung achten wir auf fünf Grundsätze.

✓Beobachtbares Verhalten

Jede Frage beschreibt ein Verhalten, das Feedbackgebende im Arbeitsalltag beobachten können. Eigenschaften oder Absichten einer Führungskraft lassen sich von außen kaum zuverlässig einschätzen.

✓Konkrete Ansatzpunkte

Jede Frage zeigt der Führungskraft einen konkreten Ansatzpunkt für ihre Entwicklung.

✓Kompakter Umfang

Jede Frage erfasst einen eigenen Aspekt, Überschneidungen vermeiden wir.

✓Wissenschaftliche Grundlage

Jede Frage ist in der Führungsforschung verankert. Dafür greifen wir auf unseren Itempool mit über 1.400 geprüften Fragen zurück.

✓Ausgewogenes Bild

Der Fragebogen bildet beide Seiten guter Führung ab, die im folgenden Abschnitt beschrieben sind.

Was gute Führung ausmacht

Die Führungsforschung unterscheidet zwei Seiten guter Führung. Transformationale Führung richtet sich auf die Haltung der Mitarbeitenden, transaktionale Führung auf ihr konkretes Handeln. Metaanalysen zeigen, dass beide Seiten mit der Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden sowie mit der Leistung von Teams zusammenhängen. Führungskräfte brauchen beide Seiten im gesamten Führungsalltag, bei der Planung von Prioritäten ebenso wie bei einem neuen Projekt oder einer Umstrukturierung.

Haltung

Transformationale Führung

  • Die Führungskraft handelt so, wie sie es von anderen erwartet, und ist damit Vorbild.
  • Sie vermittelt, wohin sich der Bereich entwickeln soll und warum eine Aufgabe oder Entscheidung sinnvoll ist.
  • Sie regt Mitarbeitende an, Probleme aus neuen Blickwinkeln zu betrachten, und bezieht deren Ideen ein.
  • Sie geht auf die einzelnen Mitarbeitenden ein und fördert ihre Entwicklung.

Diese Verhaltensweisen bestimmen, ob Mitarbeitende hinter Zielen und Entscheidungen stehen. Ziele, Anreize und Kontrolle allein erreichen die Haltung kaum.

Handeln

Transaktionale Führung

  • Die Führungskraft vereinbart klare Ziele und Erwartungen.
  • Sie erkennt erreichte Ergebnisse an.
  • Sie verfolgt den Fortschritt und greift ein, wenn Ziele gefährdet sind.

Diese Verhaltensweisen schaffen Klarheit darüber, wer bis wann welche Aufgabe übernimmt und woran Erfolg gemessen wird.

Im Ergebnisbericht sieht die Führungskraft, wie ihre Mitarbeitenden beide Seiten erleben und bei welchen Verhaltensweisen sie ansetzen kann.

Angepasst an Ihr Führungsleitbild

Hat Ihr Unternehmen ein Führungsleitbild oder ein Kompetenzmodell, passen wir den Fragebogen daran an und legen gemeinsam mit Ihnen Schwerpunkte fest. Die Leitsätze übersetzen wir dabei in beobachtbares Verhalten.

Leitsatz
„Wir führen wertschätzend.“
Frage im Feedback
„Meine Führungskraft spricht es zeitnah an, wenn mir etwas gut gelungen ist.“

Unter Wertschätzung verstehen Menschen Unterschiedliches. Ob die Führungskraft gelungene Arbeit anspricht, können Feedbackgebende dagegen aus eigener Erfahrung beurteilen.

„Für die Durchführung von Führungskräftefeedbacks gelang mehrfach eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Firma PRIOTAS. Das methodische Vorgehen sowie der Einsatz entsprechender Technologie waren besonders effizient und unterstützend. Auch hervorzuheben ist die gute Kommunikation mit Projektverantwortlichen der Firma PRIOTAS.“

 

Nadine Andres

Personalabteilung, Jobcenter Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf

Welche Bausteine passen zu Ihrer Organisation?

Perspektiven, Inhalte, Prozess und Begleitung lassen sich in vielen Kombinationen zusammenstellen. Am besten klären wir das im persönlichen Gespräch.

Beratungsgespräch vereinbaren

Häufige Fragen zum Führungskräfte-Feedback

Hier finden Sie Antworten auf typische Fragen aus der Praxis, von der Planung über die Durchführung bis zum Follow-up.

Was muss ich intern vorbereiten, bevor ein Führungskräfte-Feedback starten kann?

Ein Ansprechpartner mit Entscheidungskompetenz, Klarheit über die Zielgruppe (welche Führungskräfte nehmen teil?) und eine Grundsatzentscheidung, ob das Feedback als Entwicklungsinstrument oder als Teil eines Beurteilungssystems positioniert werden soll. Wenn ein Kompetenzmodell oder Führungsleitbild existiert, ist das eine gute Ausgangsbasis. Wenn nicht, lässt sich das im Prozess erarbeiten.

Wie viele Feedbackgeber braucht eine Führungskraft?

Das hängt vom Format ab. Beim 180-Grad-Feedback sind es in der Regel die direkten Mitarbeitenden, also je nach Teamgröße ab 3 Personen. Beim 360-Grad-Feedback kommen Peers und die eigene Führungskraft dazu, typischerweise insgesamt 8 bis 15 Feedbackgeber. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern dass die Feedbackgeber die Führungskraft im Arbeitsalltag tatsächlich erleben.

Wie lässt sich sicherstellen, dass Feedbackgeber ehrlich antworten?

Durch Anonymität und Vertrauen. Die Anonymität wird technisch über Mindestgruppengrößen abgesichert: Ergebnisse werden erst ab einer definierten Anzahl von Antworten pro Perspektive ausgewiesen. Mindestens genauso wichtig ist die Kommunikation: Feedbackgeber müssen wissen, dass ihre Antworten nicht auf Einzelpersonen zurückgeführt werden können und dass die Ergebnisse der Führungskraft gehören, nicht HR.

Wem gehören die Ergebnisse?

Das ist eine der wichtigsten Designentscheidungen. Grundsätzliche Empfehlung: Der individuelle Ergebnisbericht gehört der Führungskraft. Sie entscheidet, mit wem sie ihn teilt. Wenn HR oder die nächsthöhere Führungsebene automatisch Zugriff erhalten, verändert das den Charakter des Instruments grundlegend. Führungskräfte öffnen sich für Feedback, wenn sie die Kontrolle über ihre Ergebnisse behalten.

Wie lange dauert ein kompletter Feedbackprozess?

Von der Konzeption bis zum Ergebnisbericht sind vier bis zwölf Wochen einzuplanen, abhängig davon, ob ein Fragebogen neu entwickelt oder ein bestehender angepasst wird. Die Befragung selbst (Feldphase) dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Die anschließende Ergebnisbegleitung (Coachings, Workshops, Teamgespräche) erstreckt sich je nach Umfang über mehrere Wochen bis Monate.

Ab wie vielen Führungskräften lohnt sich ein Führungskräfte-Feedback?

Es gibt keine Untergrenze. Auch einzelne Führungskräfte können ein individuelles Feedback durchlaufen. Ein systematisches Programm mit wellenbasierter Durchführung lohnt sich erfahrungsgemäß ab etwa 10 Führungskräften. Darunter ist ein individueller Ansatz oft pragmatischer.

Wie unterscheidet sich ein Führungskräfte-Feedback von der Führungsbewertung in einer Mitarbeitendenbefragung?

Eine Mitarbeitendenbefragung bewertet Führung auf Ebene von Organisationseinheiten: Wie wird Führung in Bereich X insgesamt wahrgenommen? Ein Führungskräfte-Feedback gibt einer einzelnen Führungskraft eine persönliche Rückmeldung aus mehreren Perspektiven. Das eine ist ein Diagnoseinstrument für die Organisation, das andere ein Entwicklungsinstrument für die Person. Beides zusammen ergibt den größten Nutzen.

Können Führungskräfte ihre Feedbackgeber selbst auswählen?

In vielen Formaten ja, zumindest teilweise. Die direkten Mitarbeitenden sind in der Regel gesetzt. Bei Peers oder anderen Perspektiven kann die Führungskraft Vorschläge machen, die dann von HR oder der Projektleitung geprüft werden. Wichtig ist eine Balance: Die Führungskraft soll relevante Feedbackgeber benennen können, aber keine reine Wohlfühlauswahl treffen.

Was passiert, wenn eine Führungskraft schlechte Ergebnisse bekommt?

>Zunächst: Es gibt keine schlechten Ergebnisse, nur Entwicklungshinweise. Entscheidend ist der Prozess danach. Die Führungskraft braucht einen geschützten Rahmen, um die Ergebnisse zu reflektieren, idealerweise begleitet durch ein Coaching oder ein moderiertes Gespräch. Erst dann folgt die Frage, welche konkreten Schritte sinnvoll sind. Führungskräfte, die sich nach einem kritischen Feedback allein gelassen fühlen, können das Vertrauen in das Instrument verlieren.

Lässt sich ein Führungskräfte-Feedback mehrsprachig durchführen?

Ja. Bei internationalen Organisationen wird der Fragebogen in die benötigten Sprachen übersetzt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Übersetzungen nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich geprüft werden. Führungsbegriffe und -erwartungen sind kulturell geprägt und lassen sich nicht immer eins zu eins übertragen.

Wie lassen sich typische Fehler vermeiden

Typische Fehler bei Führungskräfte-Feedbacks sind fehlende Konsequenz nach der Erhebung, unglaubwürdige Anonymität, Fragebögen ohne Bezug zum Leitbild, Ergebnisse, die nicht bei der Führungskraft landen, Kopplung der Ergebnisse an Boni sowie einmalige statt wiederkehrender Befragungen.

 

Feedback ohne Konsequenz:

Die Ergebnisse werden ausgehändigt, aber es gibt keinen Prozess für die Arbeit damit. Führungskräfte bleiben mit ihren Berichten allein.

 

Anonymität nicht glaubwürdig:

Wenn Feedbackgeber befürchten, identifiziert zu werden, antworten sie taktisch statt ehrlich. Vor allem bei kleinen Teams ein kritischer Punkt.

 

Fragebogen am Leitbild vorbei:

Die Fragen spiegeln nicht die Führungserwartung der Organisation. Das Feedback wird als generisch empfunden und erzeugt keine Relevanz.

 

Ergebnisse landen bei HR statt bei der Führungskraft:

Wenn der Bericht primär als Bewertungsinstrument wahrgenommen wird, ist das Vertrauen zerstört. Führungskräfte-Feedback ist ein Entwicklungsinstrument, kein Beurteilungsinstrument.

 

Ergebnisse an Boni koppeln:

Sobald Feedbackergebnisse vergütungsrelevant werden, verändert sich das Antwortverhalten. Die Ergebnisse werden besser, die Führungskultur nicht. Typische Folge: geringere Streuung, Tendenz zur Mitte, sozial erwünschte Antworten. Das Instrument verliert genau das, was es wertvoll macht: Ehrlichkeit.

 

Einmalig statt wiederkehrend:

Ein einzelnes Feedback zeigt den Status quo. Erst die Wiederholung macht Entwicklung sichtbar und gibt der Führungskraft die Möglichkeit, Veränderungen zu überprüfen.

Kontakt

PRIOTAS GmbH

Im Mediapark 5
50670 Köln

Tel: +49 (221) 300636-0
[email protected]
www.priotas.de

Nach oben