2. Wie lang sollte ein Fragebogen sein?
So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Fragen, sondern ob jede Frage einen klaren Zweck hat. Alles, was gefragt wird, sollte auch ausgewertet und bearbeitet werden. Ansonst schadet es der Akzeptanz bei der nächsten Befragung.
Eine allgemeingültige ideale Fragenzahl gibt es nicht. Entscheidend sind Bearbeitungszeit, Relevanz und die Frage, ob die Ergebnisse anschließend ausgewertet und bearbeitet werden können.
Eine Meta-Analyse1 von 20 Studien fand niedrigere Rücklaufquoten bei längeren Fragebögen. Die Autor:innen betonen allerdings, dass sich der Einfluss der Länge nicht vollständig vom Einfluss der Inhalte trennen ließ. Die Untersuchung bezog sich auf Fragebögen im Gesundheitsbereich und liefert deshalb keine feste Vorgabe für Mitarbeitendenbefragungen.
Für die Praxis gilt: Jede Frage braucht einen klaren Erkenntnis- oder Handlungszweck. Themen, die später weder ausgewertet noch bearbeitet werden können, gehören nicht in den Fragebogen.