Typische Fehler bei Führungskräfte-Feedbacks und wie wir sie vermeiden
Feedback ohne Konsequenz:
Die Ergebnisse werden ausgehändigt, aber es gibt keinen Prozess für die Arbeit damit. Führungskräfte bleiben mit ihren Berichten allein.
Anonymität nicht glaubwürdig:
Wenn Feedbackgeber befürchten, identifiziert zu werden, antworten sie taktisch statt ehrlich. Vor allem bei kleinen Teams ein kritischer Punkt.
Fragebogen am Leitbild vorbei:
Die Fragen spiegeln nicht die Führungserwartung der Organisation. Das Feedback wird als generisch empfunden und erzeugt keine Relevanz.
Ergebnisse landen bei HR statt bei der Führungskraft:
Wenn der Bericht primär als Bewertungsinstrument wahrgenommen wird, ist das Vertrauen zerstört. Führungskräfte-Feedback ist ein Entwicklungsinstrument, kein Beurteilungsinstrument.
Ergebnisse an Boni koppeln:
Sobald Feedbackergebnisse vergütungsrelevant werden, verändert sich das Antwortverhalten. Die Ergebnisse werden besser, die Führungskultur nicht. Typische Folge: geringere Streuung, Tendenz zur Mitte, sozial erwünschte Antworten. Das Instrument verliert genau das, was es wertvoll macht: Ehrlichkeit.
Einmalig statt wiederkehrend:
Ein einzelnes Feedback zeigt den Status quo. Erst die Wiederholung macht Entwicklung sichtbar und gibt der Führungskraft die Möglichkeit, Veränderungen zu überprüfen.