Welches Format passt zu Ihrer Organisation?
Führungskräfte-Feedback ist nicht gleich Führungskräfte-Feedback. Das richtige Format hängt davon ab, welche Perspektiven einbezogen werden sollen und welches Ziel im Vordergrund steht. Grundsätzlich gilt: Je mehr Perspektiven einfließen, desto vollständiger wird das Bild, aber desto höher ist auch der Koordinationsaufwand und die Durchführungsdauer.
360-Grad-Feedback
Die umfassendste Variante: Rückmeldungen kommen von Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen auf gleicher Ebene, der eigenen Führungskraft und ergänzt durch eine Selbsteinschätzung. Geeignet, wenn ein vollständiges Bild der Führungswirkung entstehen soll.
270-Grad-Feedback
Wie das 360-Grad-Feedback, aber ohne die Vorgesetzteneinschätzung. Sinnvoll, wenn der Fokus auf der Zusammenarbeit mit dem eigenen Team und den Peers liegt.
180-Grad-Feedback
Nur zwei Perspektiven: Selbstbild und Fremdbild durch die eigenen Mitarbeitenden. Schlanker in der Durchführung, gut geeignet als Einstieg oder bei regelmäßiger Wiederholung.
Aufwärts-Feedback
Ausschließlich die Perspektive der Mitarbeitenden, ohne Selbsteinschätzung. Das niedrigschwelligste Format und oft der einfachste Weg, Führungsfeedback in einer Organisation zu etablieren.
In der Praxis ist das 180-Grad-Feedback das häufigste Format. Welches Modell das richtige ist, hängt weniger von der Theorie ab als von der Feedbackkultur und dem Reifegrad der Organisation.