Mitarbeiterbefragung | 09.09.2015

Die Auswertung – Wichtiger Erfolgsfaktor der Mitarbeiterbefragung

Cathi Fielenbach
von Cathi Fielenbach

Für die Durchführung einer Mitarbeiterbefragung und die angeschlossenen Nachfolgeprozesse gibt es viele Erfolgsfaktoren. Von besonderer Bedeutung sind die Auswertung der Erhebungsdaten und die Aufbereitung und Rückspiegelung der Befragungsergebnisse.

 

Auswertung und Darstellung der Ergebnisse: Vielfältige Möglichkeiten

Stellhebelanalysen für Commitment, Engagement oder Kundenorientierung, unternehmensinterne Vergleiche zwischen Einheiten, externe Benchmarks und die Gegenüberstellung aktueller und historischer Daten: Solche Analysen und Vergleiche sind bei der Einordnung der Ergebnisse sehr hilfreich – allerdings ist nicht jede Auswertung für jede Zielgruppe gleichermaßen sinnvoll. Eine Darstellung aller o. g. Auswertungen im Ergebnisbericht einer Führungskraft würde den Nachfolgeprozess mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Stocken bringen, bevor dieser überhaupt angelaufen ist. Die Führungskraft wäre aufgrund der zahlreichen Vergleichs- und Einordnungsmöglichkeiten mit der Frage konfrontiert, an welchen Punkten sie idealerweise ansetzen sollte. Bei den stärksten Abweichungen der eigenen Ergebnisse zum externen Benchmark? Oder zum internen Vergleich? Oder lieber bei der Stellhebelanalyse? Auf welche Zielgröße soll der Fokus gelegt werden?

Ein passgenauer Aufbau des Berichts und eine zielgruppenspezifische Auswahl von Analysemethoden stellen sicher, dass eine derartige Verwirrung vermieden wird.

 

Stakeholder-Analyse: Für jede Zielgruppe das Richtige

Die Zielgruppen, welche Zugriff auf die Befragungsergebnisse erhalten, haben unterschiedliche Anforderungen: Das Management benötigt aggregierte Informationen in kommentierter, möglichst kurzer Form. Operative Führungskräfte hingegen wünschen sich mehr Details. Für eine Führungskraft im mittleren Management ist ein Überblick über ihre Einheiten hilfreich. Mittels Stakeholder-Analyse lässt sich strukturiert eruieren, welche Gruppe welche Informationen in welcher Form benötigt.

 

Darstellungsformen: Vom klassischen Bericht zum Online-Tool

Das Gros der Ergebnisse wird als PDF- oder PowerPoint-Bericht bereitgestellt. Adressaten sind die Führungskräfte der Organisation. Berichte in diesem Format eignen sich hervorragend zur Präsentation in Team- oder Bereichsmeetings, können einfach bearbeitet und offline studiert werden. Auf dem Vormarsch ist – momentan als Ergänzung zum klassischen Bericht – eine Darstellung der Ergebnisse via Online-Tool. Durch ein Rechte- und Rollensystem wird dabei sichergestellt, dass der Adressat nur Zugriff auf die Ergebnisse erhält, für die er autorisiert ist. Empfehlenswert ist dies – unter der Voraussetzung, dass die Ergebnisempfänger online-affin sind – insbesondere dann, wenn das Online-Tool darüber hinaus die Möglichkeit bietet, Maßnahmen zu hinterlegen und nachzuverfolgen.

Personaler, die die Mitarbeiterbefragung für bestimmte Gesellschaften, Unternehmensbereiche oder Regionen koordinieren, erhalten häufig Anfragen nach weiteren Analysen aus der Organisation. Oftmals sollen dabei die Ergebnisse verschiedener Einheiten neu zusammengestellt und möglichst rasch verfügbar gemacht werden. Hilfreich sind hierfür Softwarelösungen, mit denen der Personaler eine Auswertung selbst „zusammenklicken“ kann: Die Auswertung erfolgt meist auf Basis von Einheiten für ausgewählte Einzelfragen. Darüber hinaus besteht häufig der Wunsch, „virtuelle Einheiten“ zu bilden, die in der Organisationsstruktur nicht als „Standard“ angelegt sind (so z. B. eine Einheit „Marketing Gesamt“, die sich aus den Marketing-Abteilungen aller Divisionen zusammensetzt o.ä.). Üblich sind auch Ergebnis-Splits (beispielsweise nach sozio-demografischen Merkmalen). Die resultierenden Ergebnisse werden im nächsten Schritt in Form einzelner Darstellungen oder Tabellen exportiert. Alternativ bieten manche Beratungsunternehmen, die Befragungen durchführen, die Möglichkeit, Sonderberichte für zusammengestellte Einheiten besonders schnell zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse der Einheiten werden dabei im gewohnten Berichtsformat übergeben.

 

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