Change Management | 22.12.2015

Change Management: Veränderungsprozesse erfolgreich durchführen

Marcel Bruder
von Marcel Bruder

Change Management ist von großer Bedeutung, wenn Unternehmen im Wandel Ihres Umfelds erfolgreich bleiben wollen. Schon Darwin wusste: Wer sich nicht an neue Rahmenbedingungen anpassen kann, der wird nicht fortbestehen.

Statistiken zeigen allerdings: rund 70 Prozent aller Change Prozesse scheitern. Zwar sind sich die meisten Unternehmen darüber im Klaren, wie wichtig Veränderungsprozesse sind. Problematisch wird es allerdings bei Planung, Organisation und – vor allem - der praktischen Umsetzung von Veränderungen.

Grundsätzlich gibt es vier Hauptgründe für das Scheitern von Change Prozessen:

  • Widerstand der Mitarbeiter* (30 Prozent)
  • Mangelhafte Prozesssteuerung (25 Prozent)
  • Zu schnelles Veränderungstempo (20 Prozent)
  • Unklare Zielrichtung (12 Prozent)

Ein gescheiterter Change Prozess kann negative Folgen für das Unternehmen mit sich bringen: Vertrauensverlust in die Führung, Neid unter Mitarbeitern oder – in Folge - ein Absinken der Produktivität. Es stellt sich daher die Frage, wie die Erfolgschancen für einen gelungenen Changeprozess deutlich erhöht werden können.

Die Belegschaft integrieren

Im besten Fall werden die Mitarbeiter frühzeitig in die Ausgestaltung eingebunden. Mögliche Verweigerungs- und Protesthaltungen können somit deutlich verringert werden. Grundlegende Voraussetzung ist, dass die Belegschaft über die Dringlichkeit der Veränderung informiert ist. Verständnis ist für die Akzeptanz des Wandels unabdingbar.

Weitreichende Veränderungsvorhaben gehen in der Regel mit neuen Anforderungen an die Belegschaft einher. Coachings und Trainings sind unabdingbar, um die Mitarbeiter auf den Change vorzubereiten und entsprechend zu enablen.  

Geduld walten lassen

Veränderungen brauchen ihre Zeit – auch ein professionelles Change Management kann diesen Vorgang nicht beschleunigen. Eine positive Entwicklung aus neuen Strukturen und Arbeitsabläufen sollte nicht schlagartig erwartet werden - es bedarf einer gewissen Zeit bis die Resultate sichtbar werden.

Wenn nach einiger Zeit das Ziel erreicht zu sein scheint, gilt es, die positiven Ergebnisse zu verstetigen. Organisationen neigen oft dazu, in die vorausgegangenen Muster zurück zu fallen. Auch treten im laufenden Prozess häufig Erkenntnisse zu Tage, welche eine Anpassung des ursprünglichen Plans erforderlich machen.

Ziele festlegen

Für ein erfolgreiches Change Management sind klare und realistische Ziele von großer Bedeutung. Kurzfristige Zwischenziele können das Projekt zusätzlich vorantreiben und dienen der Motivation aller Beteiligten.

In der Regel werden die Pläne für einen großangelegten Wandeln vom Top-Management geschmiedet, die Realisierung aber oftmals an das mittlere Management delegiert. In einigen Fällen fehlen diesem die nötigen Instrumente, um umfassende Veränderungen erfolgreich voranzutreiben. Zudem erfordern viele Vorhaben die Neudefinition strategischer Ziele.

Daher ist es wichtig, dass das das Top-Management die Verantwortung für den Veränderungsprozess in der Hand behält und die erfolgskritische Entscheidungen selbst trifft.

Den  Change-Prozess steuern

Mitarbeiterbefragungen, Soundingboards oder Tracking-Tools können bei der Prozessteuerung, also „auf dem Weg“, unterstützend wirken. Die Sichtweise der Belegschaft wird damit erfasst und Maßnahmen können ggf. anpasst werden. Denn: regelmäßige Evaluationen sind wichtig, damit der Change gelingen kann.

* Aus Gründen der Leserlichkeit und Übersichtlichkeit werden im vorliegenden Text die männlichen Personenbezeichnungen verwendet. Dabei sind natürlichh stets beide Geschlechter gemeint.

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