Digitalisierung | 16.03.2020

Homeoffice vs. Corona

Marcel Bruder
von Marcel Bruder

Wie viele Organisationen auch haben wir aufgrund des Corona-Virus letzte Woche allen Mitarbeitenden freigestellt im Homeoffice zu arbeiten. Für uns ist das ein leichtes, da technische Ausstattung und die Art unserer Arbeit als Beratungsunternehmen dies recht problemlos erlaubt.

Grundsätzlich – d.h. bis vor weniger Wochen - fristete das Home-Office in Deutschland mit einer Verbreitung von 5% (Eurostat 2018) ein stiefmütterliches Dasein. Das wird sich nicht nun schlagartig ändern; zumindest kurzfristig.

Und natürlich: nicht jede Tätigkeit kann auch von zu Hause erledigt werden. Dennoch gab es verschiedene Hemmnisse, wieso die Telearbeit trotz Realisierbarkeit nicht genehmigt wird. Dem IAB-Betriebspanels 2018 zufolge erlaubt jedes zehnte Unternehmen aufgrund mangelnder Kontrollmöglichkeit kein Homeoffice. Und zwei Drittel der Beschäftigten, denen Telearbeit nicht möglich ist, geben an, dass die Vorgesetzten auf Anwesenheit bestünden. Als zentrales Argument für Beschäftigte nicht im Homeoffice zu arbeiten, geben diese schlechtere Absprachemöglichkeiten an (59%). Und 56% wollen keine Telearbeit, um Privates und Berufliches strikt zu trennen. Diese Punkte deuten darauf hin, dass in Deutschland die Anwesenheitskultur noch immer stark verankert zu sein scheint.

Die aktuelle Bedrohungslage und das Ziel, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und zugleich den wirtschaftlichen Betrieb aufrecht zu erhalten, mag den bislang trägen Kulturwandel beschleunigen. Denn wir wissen: jede Veränderung braucht Dringlichkeit.

Oftmals können die ersten Versuche Homeoffice etwas holperig verlaufen. Daher zwei Tipps zum Einstieg:

1. Machen Sie sich sichtbar

Zumindest im übertragenen Sinne. Während man zu den Kollegen im Büro Sichtkontakt hat und es wahrnehmen kann, wenn jemand in Pause geht oder an einem Meeting teilnimmt, so kann dies im Rahmen von Homeoffice eine Blackbox sein. Wir empfehlen daher, den eigenen Status mittels Kommunikationslösungen wie Slack transparent zu machen.

2. Vergessen Sie die Kommunikation nicht

Im regulären Arbeitsalltag können Bürokollegen Fragen schnell per kurzem Zuruf klären. Der enge Austausch sollte auch bei verteiltem Arbeiten erhalten bleiben. Auch hier helfen Tools die Kommunikation am Laufen zu halten. Um dies zu forcieren, hilft es Termine zum Austausch festzulegen und die erste Hemmschwelle zu überwinden.

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